Blackout

Sonntagabend in Auckland. Ich stehe im Badezimmer des Hotels und putze mir die Zähne, der Jetlag hat meine Nerven fest im Griff und ich hoffe auf ein paar Stunden Schlaf, als plötzlich das Licht mit einem klackenden Geräusch ausgeht. Nacht.

Wenige Sekunden vorher hatte ich die Idee verworfen, den nächsten Blogeintrag über die Taschenlampe zu schreiben, die in jedes Reisegepäck gehört. Wer nach Neuseeland reist, benötigt kein Notfalllicht!

Ralph meldet, dass auch draussen alles finster zu sein scheint. Polizeisirenen heulen auf, für unsere europäischen Ohren ist ihr jaulender Klang ungewohnt, er lässt an Actionfilme denken. Rauchgeruch hat es keinen im Hotelgang. Abgesehen vom gelegentlichen Hupen und von den Sirenen ist es still.

In unserem Zimmer hat die Taschenlampe, die ich auf dem Nachttisch deponiert habe, ihren ersten Auftritt: Klein wie eine Baumnuss, aber pink und mit Solarzellen und einer winzigen Handkurbel ausgestattet, spendet sie uns das, was wir in dem Moment des Stromausfalls am meisten zu brauchen meinen: Licht.

Klar wird uns auf einem Spaziergang am Morgen danach auch, weshalb nach dem Blackout unablässig die Polizeisirenen ertönten: In der Strasse um die Ecke befindet sich die Auckland Central Police Station!

P.S.: Auch die New Zealand Herald berichtete darüber.