Südinsel, letzter Teil (Nachtrag)

Te Anau und Doubtful Sound. Von unserem Cottage im mystischen Pilzgarten aus unternahmen wir einen geführten Tagesausflug in den Doubtful Sound, eine von mehreren riesigen Fjordlandschaften im Südwesten. Die meisten sind für Touristen nicht zugänglich. Der Doubtful Sound jedoch ist von Te Anau aus mit Bus und

Schiff gut erreichbar.

Nicht untypisch für diese Fjordlandschaft, die von Regenwald umgeben ist, sind die raschen Wetterwechsel. Wir erlebten an diesem Tag sehr viele davon, wurden jedoch dafür mit Regenbogen belohnt.


Queenstown und Umgebung.
Nach den vielen Tagen in der Natur wurden wir an unserem nächsten Ziel, Queenstown, überrascht: mit grossen Mengen junger Touristinnen und Touristen aus Asien, vielen In-Restaurants, unzähligen Freizeitaktivitäten und Outdoorkleider-Shops. Da auch die Anzahl Männer mit Schnauz, Bart und aus der Stirn gekämmtem Haar unübersehbar gross war, nannten wir diese laute Stadt „Hipstertown“.

Ein Must von Queenstown aus ist ein Ausflug ins Paradies! Allerdings muss dafür der River Jordan überquert werden  ;-). Und der Rückweg ist beschwerlich, denn der Wegweiser sagt voraus: Paradise, no exit. Die beiden Orte Glenorchy und Kinloch liegen quasi auch am Weg und müssen unbedingt besucht werden. Natur pur und dazu einige Lodges und Cafés, die auch eine Übernachtung vor Ort lohnenswert machen würden.


Wanaka bis Christchurch.
 Bis zum 3. April galt es Greymouth, unseren nordwestlich gelegenen Ausgangspunkt für die Zugfahrt mit dem TranzAlpine, zu erreichen. Unterwegs besuchten wir den Lake Wanaka und verbrachten drei Tage in Franz Josef Glacier. Von dort haben wir bereits berichtet.

Die letzte Etappe – von der regnerischen Bergwelt mit ihren Dörfern Fox Glacier und Franz Josef Glacier (vom Entdecker nach dem österreichischen Kaiser Franz Joseph I. benannt) nach Greymouth – war nicht mehr lang. Hokitika, bekannt für seine Jadekunst, lag auf dem Weg. Das ehemalige Goldgräberstädtchen bezaubert mit einigen für neuseeländische Verhältnisse alten Gebäuden, die anfangs des 20. Jahrhunderts gebaut wurden.

Die Fahrt von Greymouth mit dem TranzAlpine über die südlichen Alpen bot trotz des schlechten Wetters einige spektakuläre Ausblicke.

An der Ostküste erwarteten uns Christchurch und ein geniales Bed and Breakfast mit dem Namen Finlay Banks. Christchurch ist für diejenigen von Euch, die schon einmal dort waren, vermutlich nicht wiederzuerkennen. Als „under construction“ könnte man die Stadt fünf Jahre nach dem verheerenden Erdbeben vom 22. Februar 2011 bezeichnen. Rund 80 Prozent der Gebäude in der Innenstadt wurden bereits oder werden noch abgerissen und neu erbaut.

Und dann mussten wir Abschied nehmen von Neuseeland. Für uns ein durch und durch sympathisches Land! Nicht nur die zahlreichen Sandfly-Stiche, die wir als Souvenir mitnehmen, werden uns noch lange begleiten…

Hinterlasse einen Kommentar