Bryce Canyon Nationalpark. In den Nationalparks gibt es meist auch Übernachtungsmöglichkeiten. Die Lodges dort sind zwar teurer und rascher ausgebucht als die Unterkünfte ausserhalb des Parks, aber sie bieten dafür eine zur Umgebung passende, rustikale Atmosphäre und einiges mehr. Wir haben uns für zwei Nächte in der Bryce Canyon Lodge eingemietet.

Besuch bei der Lodge

Einer der schönsten Aussichtspunkte ist nur einen kurzen Spaziergang entfernt.
Und im dazugehörigen Restaurant wird das Frühstück auf echtem Geschirr serviert. Mit Besteck aus Metall! – In einem Land, in dem Motels dazu übergegangen sind, für die erste und wichtigste Mahlzeit des Tages nur noch Styropor-, Plastik- oder Pappgeschirr und Plastikbesteck zur Verfügung zu stellen, ist dies bemerkenswert. Und ich schätze es sehr.
Der Blick in den Bryce Canyon ist umwerfend. Tief unten und doch scheinbar nahe steht Steintürmchen an Steintürmchen. Sie heissen Hoodoos und sind das Resultat von Verwitterung und Erosion.
Im Dorf Panguitch suchen wir auf unserer Weiterreise nach einem guten Kaffee. Wir werden fündig bei Chee, der herzensguten Frau im Kenny Ray’s Restaurant. Sie kann uns zwar keinen Cappuccino machen, doch einen Espresso und eine Kanne heisse Milch mit Schaum serviert sie uns gerne.
Ganz nebenbei erzählt uns Chee vom „Trail of Tears“, der Vertreibung ihrer Vorfahren, den Cherokee-Indianern. Sie wurden vor fast 200 Jahren gezwungen, von ihrer Heimat im fruchtbaren Südosten der USA in ein karges Indianer-Territorium umzusiedeln – dorthin, wo sich heute Oklahoma befindet. Die Geschichte der Ureinwohner Amerikas stimmt mich immer wieder nachdenklich.