New York zeigt seine Sonnenseite

Gemessene 28, gefühlte 31 Grad Celsius. Unser Wasserverbrauch ist merklich gestiegen. Zum Glück gibt es das erfrischende Nass an jeder Ecke zu kaufen. Und dass die meisten Räumlichkeiten stark heruntergekühlt sind, ist zumindest jetzt von grossem Vorteil.

Das andauernde Verkehrschaos hier in Manhattan, das sinnlose Gehupe, die zielstrebig eilenden New Yorker und das feuchte Klima verstärken das Gefühl von Hetze und Hochsommer. – Wir schalten einen Gang herunter. So macht New York auch bei Hitze Spass.

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Schlange stehen für Kaltes im Central Park

An verschiedenen Orten finden wir Ruhe und Erfrischung:

Ein Highlight ist die Broadway-Show „Beautiful. The Carol King Musical“. Viel wusste ich vorher nicht über die 1942 in New York geborene Sängerin, Songwriterin und Pianistin. Einige ihrer Songs (Beautiful, You’ve Got a Friend, It’s Too Late, Will You Love Me Tomorrow?) habe ich jedoch schon immer gemocht. Es hat mich sehr beeindruckt, mit wie viel Spielfreude und Professionalität die Schauspieler, Tänzerinnen und Sänger das Leben von Carole King, ihrem Mann Gerry Goffin und ihren Freunden darstellen.

Nach fast zwei Monaten in den Staaten reisen wir nun Richtung Schweiz. Meine zwiespältige Haltung gegenüber den USA bleibt trotz dieser tollen Zeit bestehen: Faszination und kritische Distanz, Bewunderung und Ablehnung, erhaltene Antworten und neue Fragen halten sich die Waage. – Wie heisst es noch? Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten (Goethe). Noch nie habe ich in einer Stadt so viele obdachlose Menschen gesehen.

Bevor es wieder nach Hause geht, bereisen wir nach einem Umsteige-Stopp in Zürich noch Schottland.

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