Isle of Skye, Glenelg, Oban, Inveraray Castle und Loch Lomond. Bei Lisa und David am Loch Alsh Gast zu sein ist wie eine Schale warmen Porridge* vor sich stehen zu haben und zu wissen: Der nächste Bissen** tut der Seele gut! Mit ihrem Humor, ihrer Warmherzigkeit und ihrem Plan, ihren Alltag in Südengland zurückzulassen um vor der Isle of Skye ihren Traum zu verwirklichen und ein Bed and Breakfast zu führen, haben uns die beiden schwer beeindruckt.
Davids Ausflugstipps sind genial. Da die zwei noch nicht lange in der Gegend wohnen, haben sie vieles selber erkundet. So verbringen wir eineinhalb Tage auf Skye und lernen die verschiedenen Facetten der Insel kennen.

Schaf, alleine unterwegs auf der Isle of Skye
Einsame Telefonkabine auf der Insel Skye
Viel Grün, wenig Wald, eine Menge Wasser und sehr schmale Strassen: Das ist Skye.
Schwarzkopfschaf
Ausblick vom Quiraing Viewpoint im Norden der Insel
Portree, Hauptort der Insel, mit rund 2500 Einwohnern
„No vacancies“, wo man hinschaut
Bei Sligachan gibt es eine tolle Wanderung zu den Fairy Pools, kleinen Wasserfällen, die inmitten der Cuillin Hills liegen. Das Wetter war uns jedoch nicht geheuer.
Und weil die Lage so einmalig ist, besuchen wir abends nochmals das Eilean Donan Castle, zehn Minuten von unserem Bed and Breakfast entfernt.
Ausflug am zweiten Tag: Von Kylerhea auf Skye nach Glenelg auf dem Festland
Fingerhut, umgarnt von Farn
Hier können Seehunde erspäht werden.
Die kleine Autofähre legt in Kylerhea ab und erreicht in zehn Minuten Glenelg. Dort sind die beiden gut erhaltenen „Brochs“ (Rundtürme) zu finden.
Broch „Dun Troddan“ aus der Eisenzeit. Der runde, hohe und fensterlose Turm wurde vor etwas mehr als 2000 Jahren als Wohnhaus genutzt.
Broch „Dun Telve“ ist etwa 18 Meter breit und 10 Meter hoch. Es wird angenommen, dass die Menschen auf 3-4 Etagen wohnten.
Die keltische Sprache Gälisch wird nur noch von wenigen Menschen, vorallem aber in den westlichen Highlands und auf den Hebriden, gesprochen. Dennoch sind hier die Ortstafeln in Englisch und Gälisch beschriftet.
Ein Wort noch zu Porridge und zum schottischen Frühstück. Ich war bis anhin kein Fan dieses klebrigen weissen Breis und esse normalerweise am Morgen nichts Pampiges. Aber die fein nach Milch duftende Köstlichkeit aus zartschmelzenden Haferflocken, die Lisa auftischte, hat mich bekehrt. Kombiniert mit frischen Beeren und einem Hauch Zucker ist Porridge nun für mich eine valable Option am Frühstücksbuffet.
Was sonst noch auf den schottischen Frühstückstisch kommt, ist für Kontinentaleuropäerinnen ungewohnt. Eier, geräucherter Lachs, gebratene Pilze, warme Tomaten, Speck, Würstchen und Haggis oder Black Pudding. Die beiden letztgenannten Speisen sind optisch eine Herausforderung und enthalten Zutaten, die ich lieber im Anatomieunterricht anschaue, als sie auf meiner Gabel zu haben.
Die Insel Mull, die wir von Oban aus besuchen wollten, lassen wir am nächsten Tag spontan aus. Statt einen Ausflug dorthin zu unternehmen, erkunden wir bei bestem Wetter Oban und die nähere Umgebung. Bereits bei der Fahrt in diese Stadt hat uns die Küstengegend sehr gefallen. Und warum denn in die Ferne schweifen?
Oban am Abend
Oystercatcher (Austernfischer)
Untypischer Sonnenuntergang in Oban
Schottisches Hochlandrind – wie viel es wohl von seiner Umwelt erkennen kann?
Castle Stalker in Appin am Loch Linnhe
Einladendes Hinterland bei Appin
Castle Stalker
Auch wenn in Schottland die Sonne scheint und ein Sonnenbad am Strand drinliegt, sind die Gummistiefel und der nächste Regen nicht weit ;-).
Nach einem sonnigen Tag in Oban giesst es am nächsten wie aus Kübeln. Inveraray Castle steht nichtsdestotrotz wie ein Märchenschloss auf dem grossen Anwesen am Loch Fyne.
Auf unsere nächste Unterkunft (und leider eine der letzten auf dieser Reise) freue ich mich schon seit Tagen. Wir haben in der Nähe des Loch Lomond ein kleines Cottage auf dem Land gemietet.
Inveraray Castle
Teile des Schlosses werden vom 13. Duke of Argyll und seiner Familie bewohnt. Aber einige Räume können besichtigt werden.
Die Nationalblume Schottlands im Garten von Inveraray Castle
Gerade wegen des grauen Himmels leuchten die Blumen.
Blauer Mohn, eher selten in Europa
Was es mit dem Baumkreis im Schlossgarten auf sich hat, haben wir nicht herausgefunden.
In diesen Tagen gibt es auch in Schottland viel Wasser auf den Strassen. Hier in Inveraray.
Inveraray ist ein nettes, kleines Dorf mit vielen weiss getünchten Häusern.
Man fährt durch einen Park voller Rhododendren um zum Anwesen zu gelangen, in dem „unser“ Cottage liegt.
Und dieser Blick tut sich auf, wenn man vor das Cottage steht.
Loch Lomond, den wir vom Cottage aus besuchen. Selbst im Sommer wird das Wasser hier nur 12 Grad warm…
In Dunblane ist der Tennisspieler Andy Murray aufgewachsen. Anlässlich seines Olympia-Sieges in London 2012 wurde ihm ein goldfarbiger Briefkasten gewidmet!
Ortsmuseum
Dunblane Cathedral
Die letzten Tage unserer Reise brechen an. Doch bevor wir Schottland verlassen, geniessen wir die Fahrt durch Alleen aus Bäumen und Hecken und vorbei an überschaubaren Dörfern mit traditionellen Steinhäusern – gelegentlich unterbrochen von einer kleinen Runde in einem Roundabout…
* wahlweise Dampfnudeln, Schokolade, Käse oder ein Glas Wein
** beziehungsweise Schluck
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