Regen, Bach, Fluss, See

Horseshoe Bend, Lake Powell und Antelope Canyon. In Page, Arizona, waschen wir nicht nur unsere Kleider, wir schauen uns auch an, was Wasser alles anrichten kann. Unnötig zu schreiben, dass es in diesen Tagen in der Wüste immer wieder regnet… „Crazy“ und äusserst ungewöhnlich für die Region sei dieses Wetter, beklagt sich die Betreiberin des ausgezeichneten The River’s End-Cafés und macht El Niño dafür verantwortlich.

Zum Horseshoe Bend sind es nur ein paar Fahrminuten mit dem Auto. Am Start des kurzen Wanderwegs zum Aussichtspunkt ist auf einem Schild genau festgehalten: Weg und Dauer der Wanderung, Distanz, Schwierigkeitsgrad und Zustand des Weges. Diese Infos finden wir in diesem Land selbst bei den kürzesten Distanzen, die zu Fuss zurückgelegt werden können.

Hier sind es rund 15 Minuten auf einem steinigen und sandigen Trail. Dann ist in grosser Tiefe der Colorado River zu sehen, der in diesem Abschnitt in Form eines Hufeisens durch das Tal mäandriert. Wer keine Höhenangst hat, schafft es, am Rand so weit nach vorne zu gehen, dass auf dem Foto das ganze „Hufeisen“ zu sehen ist…


Nachdem wir uns vom Adrenalinkick erholt haben, den die schrittchenweise Näherung an den Canyon-Rand bei uns ausgelöst hat, fahren wir einige Minuten weiter zum Lake Powell. Der 300 km lange Stausee ist vor 50 Jahren mit dem Bau des riesigen Glen Canyon-Staudamms entstanden.


Im Antelope Canyon ist es ein Bach (der Antelope Creek), der die faszinierenden Formen verantwortet. Die Schlucht kann nur im Rahmen einer geführten Tour besucht werden. Und da das ganze Gebiet im Besitz der Navajo Nation ist, einem indianischen Volk, sind es auch Stammesangehörige der Navajo, welche die Touren durchführen. Mrs. Bigthumb heisst die Besitzerin unseres Tourbetriebs und ja, sie sieht sehr indianisch aus.

Mit einem Pinzgauer wird unsere 14-köpfige Gruppe in die Wüste gefahren. Nach dem Eintritt in die enge Schlucht sind alle gebannt vom Anblick der sanften Wellen, die das Wasser in den Sandstein modelliert hat.


Einen grossen Vorteil hat das viele Regenwasser: Es lässt in der Wüste im Nu Blumen entstehen. Und wir haben sie für dich fotografiert.

 

 

Ein Gedanke zu „Regen, Bach, Fluss, See

  1. Liebe Francina, bei Deiner Schilderung der minutiösen Wegangaben ist mir die Geographiestunde bei Perer Lüdi,in der er uns Dias gezeigt hat von siener Reise zum Grand Canyon und voll ENTSETZEN von dn untrainierten Ami-Weicheiern erzählt hat, die völlig überfordert waren von dem Weg da rauf und eine sogar vot lauter Erschöpfung jegliche Contenance hat sausen lassen und sich an den Wegrand gehockt hat um zu 💩.Jaja, so war das schon vor 25 Jahren! Wünsche Euch fitte, regenfreie Reisetage!
    😚Rahel

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