Drei Nationalparks und ein totes Pferd

Arches Nationalpark, Canyonlands Nationalpark, Dead Horse Point State Park und Capitol Reef Nationalpark. Moab ist ein ausgezeichneter Ausgangsort für unsere geplanten Besuche in weiteren Nationalpärken. Das Städtchen besteht fast nur aus Motels, Restaurants und Souvenirshops. Doch die Lage dieser Oase in einem Canyon aus rotem Gestein ist einmalig.

Zum Arches Nationalpark mit seinen aussergewöhnlichen Steinbögen und balancierenden Steinen sind es nur wenige Kilometer.

Der Canyonlands Nationalpark ist riesig und einzelne Sehenswürdigkeiten sind nur schwer zugänglich. Deshalb beschränken wir uns auf unserem Tagesausflug auf den „Newspaper Rock“ und die „Needles“.

Der „Dead Horse Point“ und der Capitol Reef Nationalpark liegen auf dem Weg zu unserem nächsten Ziel. Am Dead Horse Point haben Cowboys und Pferdediebe im 19. Jahrhundert Pferde eingeschlossen, bevor sie einige von ihnen zur Zucht auswählten. Dies ging, weil das vorstehende Hochplateau mit den an allen Seiten steil abfallenden Kanten und einem 27 Meter breiten Bergrücken eine natürliche Sackgasse bildete. Da es auf der beschränkten Fläche kaum Nahrung, keine Wasserquellen und Schattenplätze gab, endete die Gefangennahme für mehr als eines der zurückgelassenen Pferde tödlich.

Der Besuch von Parks ist mir mittlerweile vertraut geworden. Mit unserem Jahrespass (für 80 Dollar pro Fahrzeug) ist der Zugang unkompliziert. Beim Eingang des Parks erhält man von einem Ranger oder einer Rangerin eine detaillierte Karte und eine Park-Zeitung mit aktuellen Infos. Wer weitere Ratschläge, eine spezielle Zugangsberechtigung, frisches Wasser, Souvenirs oder einfach nur eine Toilette benötigt, wird im Visitor Center fündig.

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Mir war anfangs nicht bewusst, dass man die Parks aufgrund ihrer Grösse vor allem mit dem Auto erkundet. Gute Strassen führen zu oder in die Nähe der meisten Naturschönheiten. Wanderwege (trails) in allen Schwierigkeitsstufen sind ebenfalls vorhanden und ausgezeichnet dokumentiert. Für sehr anstrengende und lange Trails ist eine Bewilligung nötig. Wir kombinieren die Autofahrt meistens mit 2-4 kürzeren Trails.

Es empfiehlt sich, mit einem vollen Benzintank und, je nach Ausstattung des Nationalparks, mit genügend Trinkwasser und einem Picknick im Gepäck loszufahren. In einigen Parks (Arches, Canyonlands) gibt es keinerlei Verpflegungsmöglichkeit (abgesehen von gechlortem Wasser). In anderen stehen Restaurants, Cafés und kleine Supermärkte zur Verfügung.

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Hausgemachte Apple Pie, unser Mittagessen im Capitol Reef Nationalpark

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