Yellowstone-Seattle: Die lange Fahrt zurück ans Meer (Teil 1)

Missoula, (Bundesstaat) Montana. Polizeiautos an allen sichtbaren Kreuzungen, beide Spuren des Highways abgesperrt – wir vermuten einen schweren Autounfall, als wir nach vierstündiger Fahrt und kurzem Stau die Kleinstadt Missoula erreichen und im Hotel einchecken.

Vom Zimmer aus können wir die Szene beobachten. Und erkennen ein halbes Dutzend Cops, die in sicherer Distanz vor einem gestikulierenden Mann auf einer Autobahnbrücke stehen. „Help, help!“, schreit der Mann und nähert sich dem Geländer, das ihn vor dem Fall in die Tiefe trennt. – Dann plötzlich ein lauter Knall. Und Zugriff. Die Polizisten rennen dem über den Highway flüchtenden Mann nach. Dies schreibt die städtische Zeitung über den filmreifen Einsatz.

Missoula zählt 66’788 Einwohnerinnen und Einwohner und ist die am schnellsten wachsende Stadt im wenig besiedelten Montana. Der Bundesstaat ist so gross wie Deutschland, hat aber weniger als eine Million Bewohner.

Die originellen Boutiquen und Einrichtungsläden in der Stadtmitte eignen sich hervorragend für den Einkauf von kleinen Geschenken. Etwas ausserhalb des Stadtzentrums liegt der “Good Food Store”, ein Paradies für alle, die das amerikanische Essen satt haben. Ein riesiger Bioladen mit Bistro, wie ich es noch nie gesehen habe!


Auf dem Weg nach Spokane, nach Seattle die zweitgrösste Stadt im Bundesstaat Washington, entdecken wir zufällig das historische Städtchen Wallace, Idaho. Es war lange das regionale Zentrum des Silberabbaus. Verschiedene Häuserblocks wurden ins „National Register of Historic Places“ aufgenommen.


Bei einem Tee und einer grandiosen Zimtschnecke erfahren wir in Wallace, dass der Nachbarsort Burke beinahe eine Geisterstadt ist. Ich wollte schon immer eine sehen, und da wir die aufregende Ghost Town Virginia City (Nevada) zu spät entdeckt haben, fahren wir nun nach Burke.


Spokane, Washington. 
Die Stadt lohnt einen Besuch, denn anlässlich der Weltausstellung von 1974 wurde ihr Zentrum runderneuert. Heute präsentiert sich Spokane mit viel Grün und innovativen Einkaufs- und Einkehrmöglichkeiten in alten Backsteingebäuden.

Und der Kaffee wird mit jeder Meile, die wir nordwärts fahren, besser! Wir nehmen ohne Bedauern Abschied vom Filterkaffee, der eher an einen Tee mit Kaffeegeschmack erinnert als an einen kräftigen Wachmacher. In der kleinen Bäckerei “Common Crumb” finden wir knusprige Croissants und verführerisch duftende Baguettes.


Nach zwei Übernachtungen geht’s auf Richtung Tacoma – im Handschuhfach unseres Mietautos ein Croissant au Chocolat und selbstgemachte Pouletsandwiches. Das Fach ist, ausgestattet mit gekühlten PET-Flaschen, ein ausgezeichneter Kühlschrankersatz für die Stunden unterwegs. Sogar unsere irische Butter fühlt sich einen Tag lang wohl dort drin, bevor sie wieder in den Kühlschrank im Hotelzimmer wandert!

Tacoma, Washington, liegt in einer Meeresbucht, dem Puget Sound. Die Stadt ist praktisch mit Seattle zusammengewachsen.


Wir sind schon fast am Ziel unserer langen Autoreise, doch bevor wir nach Seattle fahren, möchten wir noch die Regenwälder im Olympic Nationalpark sehen. Ja, und bitte endlich einen lebendigen Elch mit Geweih!

4 Gedanken zu „Yellowstone-Seattle: Die lange Fahrt zurück ans Meer (Teil 1)

  1. Mooi verslag weer 😘. Vergeet niet om naar het Chihuly museum te gaan naast de Space Needle; een heel bijzonder glasmuseum. Have fun

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    • Vielen Dank! Es macht grossen Spass, diesen Block zu gestalten…, und wenn wir so positive Feedbacks erhalten, noch viel mehr! E gueti Ziit!

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